Das Männchen des Gänsesägers hat einen dunkelgrünen Kopf und einen schwarzen Rücken, während die Unterseite sehr hell erscheint. Das Weibchen ist am Körper eher grau gefärbt, der Kopf mit seinem braunen Gefieder und der Federhaube grenzt sich in einer scharfen Linie vom übrigen Körper ab. Der lachsrote Schnabel der Gänsesäger ist wie beim
Mittelsäger und
Zwergsäger deutlich gesägt. Im Gegensatz zu den anderen Sägerarten hat der Schnabel beim Gänsesäger eine hakenförmig nach unten gebogene Spitze. Das Männchen ruft während der Balz ein leises „Uig-a" oder ein dumpfes „Drüh-Dro“, das Weibchen ruft ein „Aik-aik" oder ein härteres „Karr-karr.


Männchen und Weibchen, Weibchen zeigt Schnabel,
Weibchen mit Federhaube und gesägtem Schnabel.
Gänsesäger sind ausgesprochene Süßwasservögel. Zur Nahrungssuche stecken sie beim Schwimmen oft ihren Kopf in das Wasser und spähen unter Wasser nach Fischen. Sie tauchen beim Jagen nach Fischen fünf bis zehn Meter tief. Die Säger brüten an großen, klaren Seen oder in den Oberläufen der Flüsse. Sie brüten gerne in Baumhöhlen oder sogar in Nistkästen, aber auch Felshöhlen oder Felsnischen werden gerne angenommen. Schon ab Ende November beginnt die Gruppenbalz der Männchen im Winterquartier. Sie strecken dabei ihren Schnabel nach oben oder sie schütteln sich. Oft finden sich die Pärchen schon direkt danach.


Vergleich der Eier: Stockente, Blässhuhn, Gänsesäger (KI-Bild).
Das Weibchen legt seine acht bis zwölf Eier ab Ende März bis spätestens Anfang Juni. Die breitovalen, rahmfarbenen Eier sind größer als die Eier der
Stockente, sie sind 6,1 bis 7,6 Zentimeter lang. Die Brutzeit beträgt vier bis viereinhalb Wochen. Zwei Tage nach dem Schlüpfen müssen die Jungen aus dem Nest springen. Einige dürfen danach auf dem Rücken ihrer schwimmenden Mutter sitzen. Diese Eigenart kommt bei den Entenvögeln relativ selten vor, es ist eher ein typisches Merkmal der
Lappentaucher.