Schlagschwirl
Lateinisch: Locustella fluviatilis
Emglisch: River Warbler 
Französisch: Locustelle fluviatile 
 
Klasse: Vögel 
Ordnung: Sperlingsvögel 
Familie: Grassänger 
 
Größe: 13 cm 
Lebensraum: Ufergebüsche, Auen, Waldlichtungen
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Der Schlagschwirl ist etwas kleiner als ein Rohrschwirl, er wirkt an der Oberseite schlichter und weniger kontrastreich gezeichnet als der ähnlich große Feldschwirl. Die Oberseite ist braunoliv gefärbt, die Unterseite hell mit fein gefleckter Kehl- und Brustzeichnung. Der Augenstreif ist nur schwach ausgeprägt. Typisch ist das lang anhaltende, schnarrende Schwirren „Srrrrr-srrrrr-srrrrr“ mit den rhythmischen Schlägen oder Impulsen im Takt, die dem Singvogel den Namen verleiht haben.

Das singende Männchen sitzt oft gut verborgen in dichtem Gebüsch oder in Ufervegetation und trägt seinen Gesang aus erhöhter Position vor, besonders am frühen Morgen oder am späten Abend, manchmal sogar in der Nacht. Beim Balzritual präsentiert das Männchen dem Weibchen Blätter oder Stängel im Schnabel. Das Weibchen baut ein muldenartiges Nest am Boden in höherer Vegetation zwischen Brennnesseln oder Gräsern. Das angehäufte Pflanzenmaterial wird mit Haaren und Gräsern fein verflochten. Ab Mitte Mai legt das Weibchen vier bis sechs helle, anfangs gefleckte Eier hinein. Die Eier werden von beiden Eltern bebrütet, beide kümmern sich auch um die Fütterung der Jungen.

Die Nahrung besteht aus Spinnen, kleinen Insekten und deren Larven, die am Boden oder auf niedrig wachsenden Pflanzen gesucht werden. Im Winter ziehen die Schlagschwirle nach Afrika. Der Schlagwirl ist durch den Lebensraumverlust von Auenwäldern und Feuchtgebieten gefährdet. Als Maßnahmen müssen Moorlandschaften und Brachzonen an Waldrändern erhalten oder wiederhergestellt werden.
 
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