Der Feldschwirl ist nur wenig kleiner als ein
Rohrschwirl. Die braunolivfarbene Oberseite hat aber eine kontrastreichere Zeichnung, der Bauch ist hellbraun gefärbt. Im Vergleich zum
Schilfrohrsänger ist der Augenstreif nicht so deutlich ausgeprägt. Unverkennbar ist das heuschrecken- oder grillenartige Schwirren, das im Vergleich zum Rohrschwirl etwas heller und höher klingt. Dieser eigenartige Gesang des Männchens, das dabei oft in gekrätschter Stellung zwischen zwei Zweigen eines Busches sitzt und den Schnabel ständig offen hält, erklingt manchmal auch nachts. Durch Drehen des Kopfes ändert sich der Klang. Das Sirren beim
Schlagschwirl enthält rhythmische Schläge oder Impulse im Takt, dieser Schwirl hat eine leicht gefleckte Kehle und Brust.
Während der Balz präsentiert das Männchen dem Weibchen bei lang gestrecktem Hals und aufgerichteten Kopf- und Nackenfedern pflanzliches Material. Manchmal hebt es die Flügel an, darauf kann ein Hetzen nach dem Weibchen folgen. Das Weibchen baut ein napfartiges Nest dicht über dem Boden. Es ist im dichten Bewuchs gut getarnt und aus Gräsern und Seggen gebaut, oft hat es eine Rampe. Die vier bis sechs Eier werden von beiden Eltern bebrütet, beide kümmern sich auch um die Fütterung der Jungen.
Die Nahrung besteht aus Spinnen, Schnecken, kleinen Insekten und Insektenlarven. Dabei laufen die Feldschwirle relativ zügig am Boden entlang und picken nach der Beute am Boden oder an niedrig wachsenden Pflanzen. Bei Gefahr nimmt der Feldschwirl auf einem Ast eine aufgerichtete Pfahlstellung ein oder er drückt sich an den Boden und stellt dabei den Schwanz in die Höhe, beides kann zur Tarnung oder zur Abschreckung dienen.
Im Winter ziehen die Feldschwirle nach Afrika. Der Lebensraum ist durch viele Ursachen bedroht. Vor allem der Verlust von Feuchtgebieten und Grundwasserabsenkungen spielen eine große Rolle. Flurbereinigungen führen zum Ausheben der Gräben und vernichten die notwendige Ufervegetation. Auch die Intensivlandwirtschaft zerstört den typischen Lebensraum dieses kleinen Singvogels.