Wiedehopf
Upupa epops Linnaeus
bis 30 cm, bis 80 g (Männchen)
Familie Wiedehopfe  Upupidae

Klasse, Ordnung

Vögel, Hornvögel und Hopfe.

Englisch: Hoopoe.
Französisch: Huppe fasciée.

Lebensraum
Warme Gegenden, Weinberge, Ackerlandschaften, Parks, Auwälder.

Nahrung
Heuschrecken, Raupen,Engerlinge, Spinnen, Regenwürmer, Tausendfüßler, kleine Eidechsen und Frösche.

Bild vergrößern!LupeWiedehopf in Spanien auf einem Ast.
WendehalsLupeKopfportrait.
Merkmale
Lebensweise
Brutverhalten
Gefährdung
Ruf
Bilder
Beschreibungen
Merkmale

Die Familie der Wiedehopfe wird nicht zu den Sperlingsvögeln gezählt, sie gehört zur Ordnung der Hornvögel und Hopfe. Damit ist der europäische Wiedehopf mit den typischen, schwarz-weiß gebänderten Flügeln und den schwarz-weißen Enden des Federschopfs am Kopf kein Singvogel. Trotzdem kann das Männchen singen. Seine Stimme klingt wie eine Rohrflöte, die zwei, drei oder vier monotone Töne in schneller Abfolge hintereinander spielt. Es tönt wie ein „Up-up-up-up“ und erinnert an eine Unke. Der lateinische Name des Wiedehopfs ist an diesen Ruf angelehnt. Bei Gefahr rufen Männchen und Weibchen ein rauhes „Tschrääh“. Wenn der Wiedehopf am Boden sitzt, hat er die Federhaube meistens angelegt, so dass er sehr gut getarnt ist. Der Wiedehopf fliegt wie ein großer Schmetterling mit ausgebreiteten Flügeln.


Lebensweise

Wiedehopfe leben an warmen, trockenen Orten mit eher spärlicher Vegetation. Im Mitteleuropa bevorzugen sie Reben und Obstkulturen oder Gegenden mit intensiver Weidewirtschaft. In Südeuropa findet man sie in Korkeichenbeständen oder in Olivenhainen, aber auch steinreiche Steppenlandschaften mit geringem Buschbestand werden gerne aufgesucht. Mit dem langen, leicht nach unten gebogenen Schnabel sammelt der Wiedehopf größere Insekten wie Hirschkäfer, Heuschrecken, Raupen oder Engerlinge vom Boden auf. Auch Spinnen, Regenwürmer, Tausendfüßler und sogar kleine Eidechsen und Frösche werden gefressen. Der Schnabel ist so stabil, dass der Wiedehopf im Boden herumstochern kann. Eine ausgefeilte Kiefermuskulatur ermöglicht das Offenhalten des Schnabels im Boden. So kommt der Vogel an Raupen, Maden und sogar an Maulwurfsgrillen, die in unterirdischen Gängen hocken. Oft sucht er auch in Mist- oder Kothaufen nach Nahrung.


Brutverhalten

Wiedehopfe bauen ihre Nester in Baumhöhlen, Holzstößen, Felsspalten oder in Erdlöchern unter Wurzeln. Manchmal dienen auch Ritzen in Steinhaufen oder Mauern als Nestbehausung. Bei der Balz stellt das Männchen die Federhaube auf und sträubt sein Gefieder an der Kehle. Dabei ruft es laut. Kommt ein Weibchen in die Nähe, dann versucht das Männchen Futter zu übergeben oder es bietet mit lautem Krächzen einen Brutplatz an. Wenn das Weibchen den Platz akzeptiert, kommt es zur Paarung. Das Weibchen legt fünf bis sieben Eier, aus denen nach etwa zweieinhalb Wochen die Jungen schlüpfen. Die Fütterung wird hauptsächlich vom Männchen vorgenommen. Drei bis vier Wochen nach dem Schlüpfen verlassen die jungen Wiedehopfe das Nest.

Zur Abwehr von Feinden produzieren die Mutter und die Jungtiere in ihrer Bürzeldrüse ein stinkendes Sekret, das nach verfaultem Fleisch riecht. Dies hält Eindringlinge vom Nest ab. Bei Gefahr bespritzen die Jungen den Eindringling mit Kot und treffen diesen in einer Entfernung von bis zu 60 Zentimeter. Gleichzeitig zischen sie und verteidigen sich mit ihren scharfen Schnäbeln. Beim Auftauchen eines Greifvogels legen sich die Vögel mit weit gespreiztem Gefieder an den Boden und nehmen ihre Tarnhaltung ein. Dabei zeigen Hals, Kopf und Schnabel steil nach oben. Diese Körperhaltung kann aber auch als Teil des Putzrituals verstanden werden, wenn sich der Vogel nach dem Putzen an der Sonne trocknet.


Vogelzug und Gefährdung

Schon Anfang August beginnen die europäischen Wiedehopfe, Richtung Süden zu ziehen. Sie überwintern in den Savannengebieten südlich der Sahara. Der Flug findet meist nachts statt. Wiedehopfe ziehen nicht im Schwarm, sondern als Einzelgänger. Manche der Populationen in Südspanien oder auf den Balearen überwintern auch im Brutgebiet. Ihr Bestand ist in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich stark gefährdet. Die Ursachen sind vielfältiger Art: Klimaveränderungen, Zerstörung von Lebensraum, Einsatz von Pestiziden und das Bejagen auf dem Vogelzug haben die Bestände stark dezimiert (siehe Vogelschutz).


Bilder

Bild vergrößern! ZoomWiedehopf beim Fressen einer Raupe.
Bild vergrößern! ZoomWiedehopf stellt seinen Federschopf.
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KI-Illustration: Sitzender Wiedehopf (gif).
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KI-Illustration: Wiedehopf von der Seite.

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