Im Gegensatz zur
Lachmöwe reicht bei der deutlich kleineren Zwergmöwe die fast schwarze Kopfhaube bis zum Nacken. Der Schnabel erscheint insgesamt dunkel mit schwarzen und roten Zonen. Im Flug erkennt man gut die dunklen Stellen an der Flügelunterseite. Die eher kleine Möwe ruft wenig, gelegentlich vernimmt man ein „Kekekek“.
Zwergmöwen fliegen bei der Nahrungssuche sehr ausdauernd. Der typische, engkurvige Flug dicht über dem Wasser ist ein Kennzeichen dieser Möwenart. Dabei werden immer wieder blitzschnell Mücken oder Insektenlarven im Flug von der Wasseroberfläche aufgepickt. Aber auch Fische und Kleinkrebse werden gerne gefangen.
Die Zwergmöwen brüten an kleineren Süßwasserseen mit dichtem Bewuchs, oft auf Inseln der Ostsee. Sie suchen die Nähe von Seeschwalben, beispielsweise der
Raubseeschwalben. Das Nest findet sich in Wassernähe an feuchten Stellen oder direkt auf Schwimmpflanzen und wird aus Sumpfpflanzen gebaut. Die jungen Küken verlassen schon nach wenigen Tagen das Nest. Den Winter verbringen die meisten Zwergmöwen auf dem Meer in Küstennähe.