Der Skua ist in etwa so groß wie eine
Silbermöwe und gesellt sich auch gerne unter diese, wenn er seine heimlichen Absichten verbergen möchte. Erwachsene Vögel sind braun gefleckt und haben einen großen, hakenförmig nach unten gebogenen Schnabel. Im Flug erkennt man die helle Basis an den Handschwingen. Wenn ein Skua nicht gerade am Brutplatz ist, gibt er ohne vorliegenden Grund eher selten einen Laut von sich. Der Ruf „Skuäh“ bei Sturzflügen hat ihm seinen Namen gegeben. Eindringlinge vertreibt er auch mit einem rauen „Krrrääh“, das fast wie ein Knurren klingt. Der Kontaktruf zwischen den Paaren ist ein jauchzendes, aufwärts steigendes „Uäh-uäh“.

Skua vor dem Start, Verfolgung eines jungen Basstölpels,
Kopf eines Skuas, Pärchen beim Brüten.
Wenn Skuas Hunger haben, warten sie unauffällig am Strand, oft mischen sie sich dabei unter andere Möwen. Von diesen werden sie als Artgenossen anerkannt, solange sie nicht fliegen. Hat jedoch eine Möwe einen Fisch erbeutet, richtet sich der Skua auf und öffnet seine Flügel. Dann erst erkennen die Möwen, dass es sich um einen gefährlichen Räuber handelt. Sie fliegen schreiend auf und fliehen, doch der Skua beginnt sofort mit der Verfolgung der entsprechenden Möwe. Dies dauert solange, bis das Opfer seine eigene Beute auskotzt oder hergibt. Und selbst wenn ein junger, unerfahrener
Basstölpel einhundert Kilometer weit geflogen ist, um einen Fisch zu erbeuten, kann es ihm passieren, dass er Opfer eines Skuas wird. Manchmal fressen die Skuas sogar das Opfer selbst, und sogar junge
Papageitaucher werden beim Verlassen der Nisthöhle von Skuas gefressen. Auch Vogeleier und kleine Säugetiere fallen den Skuas zum Opfer.
Skuas bauen ein einfaches Nest am Boden im kurzen Gras. Das Nest wird vom Weibchen bewacht, während das Männchen für Nahrung sorgt. Das Annähern an ein solches Nest kann unangenehme Folgen haben: Die Eltern greifen sofort an und zielen auf den Kopf des Eindringlings. Die Eiablage erfolgt auf den schottischen Inseln ab Ende April, es sind meistens zwei olivbraune bis rotbraune Eier mit braunen Flecken. Beide Eltern brüten abwechselnd, die Jungen schlüpfen frühstens nach vier Wochen. Auch das Füttern übernehmen beide Eltern, die Jungen sind nach ungefähr sieben Wochen flugfähig. Danach werden sie noch zwei bis drei Wochen begleitet. Im Winter ziehen die Skuas weit Richtung Süden bis in die subtropischen Bereiche der Meere.