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Regenbrachvogel
Lateinisch: Numenius phaeopus 
Englisch: Whimbrel 
Französisch: Courlis corlieu
  
Klasse: Vögel 
Ordnung: Regenpfeiferartige
Familie: Schnepfenvögel

Größe: bis 45 cm 
Lebensraum: Tundra, Taiga, Moore, Heiden
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Der Regenbrachvogel ähnelt dem Großen Brachvogel, er ist aber etwas kleiner und auch der Schnabel ist kürzer. Das markanteste Unterscheidungsmerkmal ist der dunkle Scheitelstreif auf dem Kopf. Der flötende Gesang klingt wie ein „pü-jü-jü-jü-jü-jü-jü“. Der Flugruf ist ein schnelles „Ti-ti-ti“. Der Name „Brach“ bezieht sich auf Brachland, also ungenutztes, offenes Land. Der Zusatz „Regen“ stammt aus dem Volksmund: Der klagende, weit tragende Ruf wurde als Ankündigung von Regen gedeutet.

Regenbrachvögel sind viel nördlicher angesiedelt als die Großen Brachvögel. Sie leben in der Tundra und in der Taiga, sie lieben das Moorland. In Island hat man es praktisch immer mit einem Regenbrachvogel zu tun. Dort brüten sie auch im Ackerland. In Norwegen kommen beide Arten vor. Bei der Nahrungssuche suchen die Regenbrachvögel den Boden nach Insekten und Regenwürmern ab. In Teichen picken sie nach Libellenlarven, im Schlick an der Küste fressen sie Krebse, Schnecken und Ringelwürmer. Im Sommer nehmen sie auch gerne Beeren zu sich.

Das Nest wird im Moor auf einer mit Zwergsträuchern und Beeren bewachsenen Stelle gebaut. Das Weibchen legt ab Mitte Mai im Schnitt vier Eier. Das Brüten und Füttern der Jungen wird von beiden Eltern übernommen. Besonders die Jungen fallen manchmal einem Gerfalken zum Opfer. Die Jungvögel haben eine sehr hohe Sterblichkeitsrate, oft erreicht nur ein einziger Vogel aus einem Gelege das Erwachsenenalter. Im Winter ziehen die Vögel vom hohen Norden bis nach Westafrika, dann sieht man sie sogar auf den Kanarischen Inseln. Auf dem Vogelzug findet man sie vor allem bei Vollmond im Wattenmeer, da dann die Winterkrabben auf Partnersuche sind.
 
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