Mornellregenpfeifer
Lateinisch: Eudromias morinellus
Englisch: Eurasian Dotterel
Französisch: Pluvier guignard

Klasse: Vögel
Ordnung: Regenpfeiferartige
Familie: Regenpfeifer

Größe:
bis 25 cm
Lebensraum: Hochalpine Matten, Tundren und offene Fjell-Landschaften
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Der Mornellregenpfeifer ist ein mittelgroßer Regenpfeifer mit zierlicher Gestalt. Auffällig sind die weißen Überaugenstreifen, die sich auf der Stirn treffen, sowie die rostbraune Brust mit einem scharf abgesetzten, weißen Querband darunter. Der rostrote Bauch ist unten dunkel. Im Schlichtkleid sind die Farben matter. Der Ruf ist ein weiches, melancholisches „Püii“ oder beim Abfliegen ein „Pürr“. Die Flügelspannweite beträgt rund 60 Zentimeter, das Gewicht 100 bis 120 Gramm.

Bei der Gruppenbalz ist das Weibchen aktiver. Es duckt sich oder führt eine Scheinflucht vor, um die Aufmerksamkeit eines Männchens zu ergattern. Das Nest ist eine spärlich ausgepolsterte Mulde am Boden. Die Gelege bestehen meist aus zwei oder drei kreiselförmigen Eiern. Anfangs brütet das Weibchen alleine, später erhält es Hilfe vom Männchen, das auch die Fürsorge für die Jungen übernimmt. Diese verlassen bald nach dem Schlüpfen das Nest und suchen selbständig nach Nahrung, sie werden dann aber noch vom Vater geführt und beschützt.

Die Nahrung besteht aus Insekten, Spinnen und anderen wirbellosen Tieren, die am Boden gesucht und aufgepickt werden. Während des Zuges frisst der Mornellregenpfeifer auch Beeren und Samen. Er sucht meist in Trupps nach Nahrung.

Zu den natürlichen Feinden zählen Greifvögel wie Falken und Bussarde sowie Räuber am Boden. Die Brutgebiete liegen in den Gebirgsregionen in Norwegen, Schweden und Finnland, im schottischen Hochland sowie in Teilen Sibiriens. In Österreich gibt es noch geringe Brutbestände in den alpinen Regionen Steiermarks und Kärntens. In der Schweiz taucht der Vogel auf dem Vogelzug regelmäßig in den Höhenlagen des Juras oder der Waadtländer Alpen auf. Der Zugvogel überwintert in Nordafrika oder im Nahen Osten. Gefahren entstehen durch den Habitatverlust, durch Tourismus und Klimaveränderungen, die den Lebensraum der Art verändern. Insgesamt gilt der Mornellregenpfeifer in Europa als gefährdet, seine Bestände nehmen regional ab.

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