Vom Aussehen her ähnelt die Mantelmöwe einer
Silbermöwe oder einer
Heringsmöwe. Sie ist aber viel größer, der Schnabel ist kräftiger und der Mantel dunkel gefärbt, beim alten Vogel sind die Beine fleischfarben. Im Flug wirkt sie bedächtiger und langsamer. Ihr Ruf ist tiefer und heißerer im Vergleich zu den anderen großen Möwen. Die Mantelmöwe ist die größte aller Möwen, sie kann bis zu zwei Kilogramm schwer werden und hat eine Flügelspannweite von maximal 1,7 Meter.
Mantelmöwen sieht man fast nur an der Küste, ins Binnenland verirren sie sich selten. Die Allesfresser fangen Schnecken und Krebse, die sie aus der Höhe auf eine harte Stelle fallen lassen, damit der Panzer zerbricht. Aber auch andere Vögel wie
Papageitaucher fangen sie im Flug und zerhacken sie. Junge Seevögel werden in einem Stück verschlungen und kranke Vögel im Wasser ertränkt. Die räuberischen Möwen fressen sogar ganze Kaninchen.
Mantelmöwen sind nicht so zutraulich zum Menschen wie die Silbermöwen. Die Brutplätze liegen auf felsigen Inseln im Meer oder an schwer zugänglichen Stellen der Felsküste in größerer Höhe. Das Nest ist ein Haufen aus Pflanzenteilen, der mit wenig Federn ausgepolstert wird. In den Brutkolonien halten die Paare einen respektvollen Abstand ein, denn nur dann ist der Bruterfolg am höchsten. Im Winter suchen sie wie die Silbermöwen Fischereihäfen oder Müllplätze auf.