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Goldregenpfeifer
Lateinisch: Pluvialis apricaria 
Englisch: Golden Plover 
Französisch: Pluvier doré 
  
Klasse: Vögel 
Ordnung: Regenpfeiferartige
Familie: Regenpfeifer

Größe: bis 28 cm
Lebensraum: Taiga, Tundra, Moore, Heide
Hilfe Zoom Grafik Brutgebiet
Der Goldregenpfeifer ist an dem goldgelb gefleckten Rücken und (im Prachtkleid) an der schwarzen Bauchseite mit den weißen Flankenstreifen zu erkennen. Auffällig sind die weißen Überaugenstreifen, die sich auf der Stirn treffen. Der Schnabel ist relativ kurz und dunkel, die Beine sind dunkelbraun bis schwarz. Männchen und Weibchen sind kaum voneinander zu unterscheiden, das Männchen ist im Prachtkleid etwas kontrastreicher gefärbt. Im Schlichtkleid erscheint der Watvogel bräunlicher und weniger kontrastreich. Oft hört man den klagend klingenden Ruf „Düh“, der weit über die flache Landschaft hallt. Beim Warnruf wird eine Endsilbe betont, es klingt dann wie ein „Plü-e“. Die Flügelspannweite beträgt 67 bis 76 Zentimeter, das Gewicht 150 bis 220 Gramm.

Diese Regenpfeiferart brütet in den ausgedehnten Mooren der Taiga und in den kargen Flächen der Tundra, sowie in Heidelandschaften. In Mitteleuropa sind die Goldregenpfeifer fast ausgestorben, in Schottland, in Skandinavien und vor allem in Island findet man sie noch häufiger. Das Männchen vollführt einen Singflug und steigt dabei bis zu dreihundert Meter hoch auf. Dabei präsentiert es die weiße Unterseite der Flügel. Goldregenpfeifer bauen ihr Nest gut getarnt am Boden in Vegetation und legen drei bis vier Eier in eine flache Mulde im Moos oder zwischen den Flechten. Gelangt ein Räuber in die Nähe des Nestes, wird er mit lautem Rufen vertrieben. Die jungen Küken sind Nestflüchter, die Fütterung durch die beiden Eltern dauert dann noch etwa vier Wochen.

Die Nahrung besteht aus Insekten, Spinnen, Würmern und Beeren. Während des Zuges fressen die Goldregenpfeifer auch Samen und Pflanzenteile. Natürliche Feinde sind Raubvögel, Möwen und räuberische Säuger. Bedrohungen entstehen durch Lebensraumverlust, Intensivierung der Landwirtschaft und Klimawandel, der ihren Lebensraum in der Tundra verändert. In Mitteleuropa ist die Art ein seltener Durchzügler. Im Winter findet man sie an der norddeutschen Küste, manche ziehen sogar bis in den Mittelmeerraum. Die Brutbestände in der Esterwege Dose im Landkreis Emsland sind seit 2012 erloschen, seither gilt der Goldregenpfeifer in Deutschland als ausgestorben. Größere Bestände gibt es noch in Island, Skandinavien oder Schottland. Aber auch dort leidet der Vogel unter den Folgen der Klimaerwärmung und der Zerstörung der Moorgebiete.


Bilder


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Goldregenpfeifer auf der Halbinsel Snæfellsnes in Island.

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Goldregenpfeifer in Island beim Rufen.

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Der junge Goldregenpfeifer ist hervorragend getarnt.

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Goldregenpfeifer in den Westfjorden auf Island.

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Goldregenpfeifer auf der Insel Grimsey in Island.

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Goldregenpfeifer in Schottland beim Rufen.
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