Das Männchen des Schwarzkehlchens fällt durch den schwarzen Kopf auf. Ein weißer Halsring umrahmt Kopf und Hals, der Bauch ist rostbraun gefärbt. Beim wenig kleineren Weibchen fehlen die dunklen Partien und die typische Zeichnung an Kopf und Hals. Es erscheint unauffälliger und ist besser getarnt. Das unscheinbare Weibchen ist nur schwer von einem Weibchen des
Braunkehlchens zu unterschieden. Das Männchen hat dagegen deutlich mehr Schwarz am Kopf. Der Gesang des Männchens besteht aus kratzenden Strophen. Der Warnruf ist ein „Fit-tack-tack“. Es zuckt dabei ständig mit den Flügeln, besonders wenn es erregt ist.

Schwarzkehlchen: Männchen und Weibchen (KI-Illustration).
Schwarzkehlchen sieht man oft auf erhöhten Warten in offenen Heckenlandschaften sitzen. In Mitteleuropa findet man sie im Kulturland, auf Ruderalflächen, an Dämmen und Halden oder am Rand von Feuchtgebieten. Von dort lauern sie auf Insekten, die sie im niedrigen Flug oder am Boden erbeuten. Auch Spinnen und andere Gliedertiere werden gefressen.
Die Männchen starten von der Sitzwarte ihren Singflug, mit dem sie die Weibchen betören. Ihr Nest bauen sie am Boden in durch Pflanzenwuchs versteckten Erdmulden. Bevorzugt werden Böschungen oder Dämme in Deckung und gut geschützt vor Sonneneinstrahlung, selten auch in Höhlen. Das Weibchen legt im April vier bis sechs Eier und bebrütet diese maximal zwei Wochen lang. Die Fütterung wird durch beide Eltern übernommen, das Männchen überreicht dabei dem Weibchen die Beute. Nach zwei Wochen sind die Jungen schon flugfähig. In der Regel erfolgen zwei Bruten pro Jahr, gelegentlich sogar eine dritte. Manche Vögel bleiben im Winter in ihrem Revier, andere ziehen in die Mittelmeerregion.
Bilder


KI-Illustration: Schwarzkehlchen Männchen.


KI-Illustration: Schwarzkehlchen Weibchen.


Foto: Das Weibchen ist etwas kleiner und unauffälliger.